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title: "Vollmondritual: Loslassen beginnt mit einem kleinen Schritt"
description: "Mein kleines Vollmondritual zum Loslassen: Gedanken aufschreiben, bewusst abgeben und einen ersten Schritt wagen – ohne Zeitdruck oder aufwendige Vorbereitung."
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[Hinter dem Schleier](https://www.magickalthings.net/hinter_dem_schleier)

# [Vollmondritual: Loslassen beginnt mit einem kleinen Schritt](https://www.magickalthings.net/hinter_dem_schleier/vollmondritual-loslassen-beginnt-mit-einem-kleinen-schritt)

 Geschrieben von [Philipp](https://www.magickalthings.net/hinter_dem_schleier/author/philipp) | 26.10.2026, 07:30:01

Manchmal begrüße ich den Vollmond einfach auf dem Heimweg. Ich sehe ihn, bleibe für einen Moment bei diesem Anblick und sage ihm gewissermaßen Hallo. Kein vorbereiteter Altar, kein langer Ablauf. Nur ein kurzer Augenblick zwischen dem, was war, und dem, was gleich wieder ansteht. Auch das gehört für mich zu meiner Praxis.

Es gibt aber auch Abende, an denen ich mir mehr Zeit nehme. Dann stelle ich mich ein paar Minuten ins Mondlicht. Manchmal stelle ich ein Glas Wasser und meine Kristalle auf den Balkon. Oder ich nehme meine Tarotkarten zur Hand und schaue, was gerade losgelassen werden darf.

Das sieht nicht jedes Mal gleich aus. Ich möchte den Vollmond bewusst wahrnehmen, aber dafür muss ich meinen Alltag nicht erst in einen perfekten Ritualabend verwandeln. Gerade wenn viel los ist, darf es auch etwas Kleines sein.

## Was der Vollmond für mich beleuchtet

Für mich steht der Vollmond für Reinigung, Loslassen und auch ein wenig für Klarheit. Ich verbinde mit ihm das Bild eines Lichts, das Dinge sichtbar macht, die in dunkleren Phasen weniger deutlich zu erkennen sind.

Damit meine ich auch die Themen, die im Alltag zwar da sind, für die ich mir aber noch keinen bewussten Moment genommen habe. Etwas beschäftigt mich. Etwas belastet mich vielleicht schon länger. Oder ich merke, dass es Zeit wird, mich einer Sache zuzuwenden.

Wenn ich Wasser oder Kristalle ins Mondlicht stelle, gehört die spirituelle Reinigung für mich zu diesem Bild. Es ist Teil meiner persönlichen Praxis und meiner Verbindung zum Mond.\*

Für diesen Beitrag möchte ich bei einem anderen kleinen Ritual bleiben: Ich schreibe auf, was ich loslassen möchte. Nicht, weil damit alles verschwinden müsste. Sondern weil es für mich ein Anfang sein kann, dem Thema überhaupt bewusst zu begegnen.

Loslassen klingt manchmal so, als müsste ich etwas nur aus der Hand geben und dürfte mich anschließend nie wieder damit befassen. So erlebe ich das nicht. Manche Dinge müssen erst angegangen werden, damit sie sich verändern oder irgendwann verabschieden können.

## Ich brauche dafür weder freie Sicht noch die perfekte Minute

Vielleicht hast du rund um den Vollmond Zeit. Vielleicht ist dein Abend schon voll, du musst arbeiten oder bist einfach müde. Für mich ist es in Ordnung, das Ritual am Abend davor oder am Vollmondabend zu machen. Ich richte meine persönliche Praxis nicht nach einer exakten Minute aus.

Und wenn Wolken vor dem Mond stehen?

Dann ist er für mich nicht weniger da. So wie die Sonne nicht verschwindet, nur weil es regnet. Ich muss den Mond nicht sehen können, um mich ihm bewusst zuzuwenden.

Es kann schön sein, für einen Moment im Mondlicht zu stehen. Aber für das kleine Papierritual ist das keine Voraussetzung. Ich kann mir auch drinnen einen bewussten Augenblick nehmen.

Diese Freiheit ist mir wichtig. Ich möchte nicht ausgerechnet aus einem Ritual, das mir Raum geben soll, noch einen weiteren Termin machen, den ich richtig erfüllen muss. Ich darf es bewusst gestalten, ohne es groß zu gestalten.

Auch nach dem Vollmond darf dieser Moment noch seinen Platz finden. Der anschließende abnehmende Mond passt für mich ebenso zu Loslass-Ritualen. Ich verbinde diese Phase mit dem Abgeben und Verabschieden. Wenn es erst dann für dich stimmig ist, hast du in meiner Praxis nichts verpasst.

## Wahrnehmen, was gehen darf

Für den Anfang brauche ich Papier und einen Stift. Mehr nicht.

Ich nehme mir einen Moment für die Frage: Was beschäftigt mich gerade? Was möchte ich nicht einfach weiter mit mir herumtragen? Vielleicht ist es ein Gedanke, den ich immer wieder zur Seite schiebe. Vielleicht ein Thema, bei dem ich merke: Es ist Zeit, mich darum zu kümmern.

Ich schreibe es auf. Dafür muss ich keinen besonders schönen Satz finden. Dies ist kein Text für andere. Er darf in meinen Worten sagen, worum es gerade geht.

Dabei möchte ich nicht alles auf einmal lösen. Ich möchte zunächst benennen können, was da ist. Auch ein kurzer Satz kann dafür reichen.

Für mich gehört das Loslassen schon in die Formulierung. Ich schreibe nicht auf, was ich mir wünsche, sondern was ich abgebe: „Ich gebe ab …“, „Ich lasse los …“, „Ich verabschiede mich von …“. Vielleicht lautet mein Satz: „Ich lasse das Aufschieben los.“ Vielleicht ist er viel konkreter. Es geht nicht darum, eine bestimmte Formulierung zu übernehmen, sondern eine zu finden, in der du dein eigenes Thema wiedererkennst.

Für mich bekommt das, was vorher nur im Kopf war, mit dem Aufschreiben eine sichtbare Form. Ich halte einen kleinen Zettel in der Hand. Darauf steht etwas, dem ich gerade bewusst Aufmerksamkeit gegeben habe.

## Das bewusste Weggeben

In meiner eigenen Praxis verbrenne ich diesen Zettel manchmal.\*\* Das ist für mich ein symbolischer Moment: Ich nehme wahr, was mich beschäftigt, und gebe meinem Loslassen einen sichtbaren Ausdruck.

Ich erwarte dabei nicht, dass mit dem Papier auch die ganze Situation verschwindet. Das Verbrennen soll mir vielmehr den Impuls geben, anfangen zu können. Ein klitzekleines Ritual, mit dem ich etwas bewusst zelebriere, auch mitten in einem stressigen Alltag.

Ohne Feuer kannst du den Zettel ganz lassen und ihn bewusst passend zum Material entsorgen. Auch dieses Weggeben kann deinen Abschluss markieren.

Der Ablauf darf unterschiedlich sein. Entscheidend ist für mich, dass das Weggeben bewusst geschieht und nicht nur nebenbei. Ich nehme mir diesen Moment, weil mir das Thema und mein Umgang damit wichtig sind.

## Ein Abschluss, ohne dass schon alles erledigt sein muss

Für dieses Ritual benutze ich beispielsweise sehr dünnes Papier, wie man es zum Zigarettendrehen verwendet. Die Asche erlebe ich dabei als so fein, dass sie schon beim Verbrennen aufsteigt. Spirituell verbinde ich damit das Bild, etwas weiterzugeben, es gewissermaßen in den Äther ziehen zu lassen. Für mich gehört dieses Weggeben zum Abschluss.

Wenn Rückstände bleiben, entsorge ich sie nach dem vollständigen Erkalten.\*\*

Auch bei der Variante ohne Feuer gibt es diesen letzten Schritt: Ich habe aufgeschrieben, worum es geht. Ich gebe den Zettel bewusst weg. Das Ritual darf damit enden.

Ich muss anschließend nicht prüfen, ob ich mich genug erleichtert fühle. Vielleicht hat sich etwas verändert. Vielleicht bin ich vor allem froh, mir Zeit dafür genommen zu haben. Vielleicht ist das Thema noch genauso präsent.

Mein Ritual ist trotzdem kein Versprechen, dass nun alles leicht sein wird. Ich habe einen Anfang markiert. Was daraus im Alltag folgt, ist ein weiterer Schritt.

## Vom Ritual zurück ins eigene Handeln

Vielleicht hast du, so wie ich es auch kenne, einen finanziellen Engpass. Oder es läuft in diesem Bereich einfach nicht so, wie du es dir vorstellst. Dann könntest du aufschreiben: „Ich lasse meine finanziellen Blockaden los.“ Oder konkreter: „Ich verabschiede mich von unnötigen Ausgaben.“

Damit benenne ich nicht nur etwas, das ich gerne anders hätte. Ich gebe meinem Loslassen Worte.

Das Weggeben des Papiers bezahlt keine Rechnung. Es verändert nicht von selbst deinen Kontostand. Es kann für dich aber der bewusste Moment sein, an dem du sagst: Ich möchte mich damit befassen.

In den nächsten Tagen könnte daraus etwas Konkretes werden: Du verschaffst dir einen Überblick über deine Ausgaben. Du schaust, welche davon unnötig sind. Oder du vereinbarst einen Termin bei der Bank, um deine Situation zu besprechen.

Hier kommen für mich der symbolische Anfang und das eigene Handeln zusammen. Was ich aufgeschrieben habe, bekommt einen Platz in meinem Alltag.

Für mich ist das der wichtige Unterschied. Ich gebe meine Verantwortung nicht an den Mond oder an das Feuer ab. Ich nehme mir einen Moment, um bewusst zu beginnen.

Vielleicht weißt du nach dem Ritual schon, was dein nächster Schritt sein könnte. Vielleicht musst du das erst noch herausfinden. Du brauchst nicht den ganzen Weg vor dir zu sehen, um einer Sache Aufmerksamkeit zu geben.

## Es darf etwas Kleines bleiben

Manchmal ist meine Vollmondpraxis ein Glas Wasser auf dem Balkon. Manchmal eine Tarotlegung. Manchmal ein Zettel, auf dem steht, was sich verabschieden darf oder was ich endlich angehen möchte.

Und manchmal ist es nur ein Gruß auf dem Heimweg.

Ich möchte diesen unterschiedlichen Momenten ihren Platz lassen. Nicht jeder Vollmond braucht denselben Ablauf. Nicht jeder Abend bietet denselben Raum. Meine Praxis gehört zu meinem Leben, auch wenn dieses Leben gerade voll und unruhig ist.

Wenn du dich von diesem kleinen Ritual angesprochen fühlst, kannst du dir deine eigene Frage mitnehmen: Was möchte ich gerade bewusst anschauen, damit ich einen Anfang finden kann?

Dafür musst du nichts besonders Feierliches empfinden. Du musst nicht erst die richtigen Gegenstände besorgen oder auf eine Lücke in den Wolken warten. Papier und Stift können genügen. Und wenn heute nur ein Blick zum Himmel passt, darf auch das dein Moment sein.

Loslassen bedeutet für mich hier nicht, dass ich mich um nichts mehr kümmern muss. Manchmal beginnt es gerade damit, dass ich mich einer Sache zuwende.

Ein kleiner Zettel. Ein bewusster Abschluss. Und danach vielleicht ein erster Schritt.

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### Kurze Hinweise

\* Mit Reinigung ist hier meine spirituelle Praxis gemeint, nicht hygienische Reinigung oder Trinkwasseraufbereitung.

\*\* Feuer nur in einem geeigneten feuerfesten Gefäß, mit Abstand zu Brennbarem und unter Aufsicht verwenden. Rückstände vollständig erkalten lassen und passend entsorgen. Ohne sicheren Platz bleibt die feuerlose Variante.

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